Fußball kennt keine Grenzen
Die "neuen Rüsselsheimer" bereichern den TV Haßloch

Die Welt des Sports ist eine bunte – so sind in vielen deutschen Nationalmannschaften Sportler aller Hautfarben vertreten. Am 16. Juli 2016 konnten sich Zuschauerinnen und Zuschauer auf dem Sportgelände des TV Haßloch ein eigenes Bild davon machen, wie der Fußball Integration fördert. Denn dort trafen die Rüsselsheimer Flüchtlingsmannschaft des TV Haßloch und eine Asylbewerber-Auswahl des SV 07 Nauheim in einem Freundschaftsspiel aufeinander.

Nach 90 Minuten hieß der Sieger mit 5:4 Toren Nauheim. Knapp, aber verdient konnten sie sich in einem fairen und ansehnlichen Spiel gegen die „neuen Rüsselsheimer“ durchsetzen. Die Rüsselsheimer Mannschaft wird dabei von Projektleiter Thomas Baier und Trainer Leslie Muteck betreut. Deren gute Arbeit spiegelt sich nicht nur in neuen Trikots oder Schuhen wieder. Auch durch das Hinüberwechseln von Talenten der Flüchtlingsmannschaft in die regulären Liga-Mannschaften schaffen sie zusätzliche Motivation und Anreize für Integration in beide Richtungen. „Das „Zusammenspiel funktioniert auch über das Spiel hinaus“, erklärt Thomas Baier und bekräftig: „Die Jungs gehören inzwischen fest zu uns, denn sind sie auch bei Vereinsfeiern und Arbeitseinsätzen immer mit dabei“.

Im Rahmen des Projekts „Integration am Ball“ spielen inzwischen rund zehn Kinder und Jugendliche sowie mehr als 30 Erwachsene einmal pro Woche Fußball auf den Plätzen des TV Haßloch. Tendenz steigend, so dass in Kürze ein zweiter Trainingstermin im Rüsselsheimer Stadion angeboten wird. Das hat der neue „Sportcoach“ der Stadt Rüsselsheim am Main, Cirstin Caspary, initiiert. Sie koordiniert seit mehreren Wochen die Zusammenarbeit zwischen Sportvereinen, Flüchtlingsinitiativen, Asylbetreuung und Flüchtlingen in Rüsselsheim.

Autor: Thomas Baier