Kriterien für den "Sportbundpreis"
und die bisherigen Preisträger

 

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Der Sportbund Rüsselsheim, die Dachorganisation der Rüsselsheimer Sportvereine zeichnet außerordentliches, langjähriges und innovatives ehrenamtliches Engagement für den Rüsselsheimer Sport oder besonderes, langjähriges oder innovatives Engagement aus dem Bereich des Sports im Rahmen der Städtepartnerschaften mit dem "Sportbundpreis" - Ehrenpreis des Sportbundes Rüsselsheim - aus.

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Ausgezeichnet werden können Einzelpersonen, die ihren Wohnsitz in Rüsselsheim haben und/oder Mitglieder von Rüsselsheimer Vereinen, Mannschaften oder Gruppen aus Rüsselsheimer Vereinen.

Die Personen sollen durch ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement das Ehrenamt im Sport besonders geprägt oder durch ihr besonders intensives und langjähriges Engagement, durch spezielle Projekte oder Maßnahmen, durch außerordentliches persönliches Engagement die grundsätzlichen Bestrebungen des Sportbundes Rüsselsheim für die Förderung der Sportkontakte mit den Partnerstädten geprägt oder gefördert haben.

Voraussetzung für die Ehrung ist ein mehrjähriges Engagement, das über den klassischen Rahmen der Sportbetreuung oder den klassischen Rahmen der ehrenamtlichen, administrativen Arbeit auf der Funktionärsebene hinausgeht.

Die besonders engagierte, innovative Arbeit, die für die Vereinsarbeit ausgesprochen fruchtbar ist, ist hierfür das entscheidende Kriterium.

Der Sportbund Rüsselsheim weist durch entsprechende Mitteilungen in der örtlichen Presse sowie in seinen eigenen Veröffentlichungen auf den Sportbundpreis und die sich aus diesen Richtlinien ergebenden Antragskriterien hin.

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Der Sportbundpreis des Sportbundes wird in Form einer Ehrenurkunde verliehen. Die Verleihung erfolgt dem Anlass entsprechend in einem würdigen Rahmen.

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Der Sportbundpreis des Sportbundes Rüsselsheim kann jährlich nur einmal verliehen werden.

Der oder die Träger erwirbt/erwerben den Titel "Träger des Sportbundpreises Rüsselsheim im Jahr ..." .

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Der Vorstand des Sportbundes Rüsselsheim ermittelt im 1. Quartal des Kalenderjahres den/die jeweiligen Preisträger in nichtöffentlicher Sitzung. Der Vorstand des Sportbundes entscheidet über die Vergabe des Preises mit der Mehrheit seiner Stimmen. Auf Antrag kann der Beschluss in geheimer Wahl erfolgen.

Zur Vorbereitung des Beschlusses legt eine Auswahlkommission dem Vorstand mindestens zwei Vorschläge vor. Die Auswahlkommission setzt sich aus dem Vorsitzenden, den beiden Stellvertretern, dem Geschäftsführer des Sportbundes sowie einer Vertreterin/einem Vertreter der Jugendvertretung des Sportbundes zusammen. Ihre Vorschläge an den Vorstand ermittelt die Kommission einvernehmlich.

Vorschläge an die Auswahlkommision können aus der Kommission selbst, von Einzelpersonen oder aus den Reihen der Mitgliedsvereine des Sportbundes erfolgen.

Die Öffentlichkeit und die Mitgliedsvereine sind in geeigneter Form auf das Vorschlagsrecht und auf die Antragsfrist hinzuweisen. Die Antragsfrist endet am 31.12. des Jahres, für den der Preis verliehen wird. Jeder Vorschlag muss ausführlich die Verdienste der jeweiligen Person enthalten.

Mitglieder des Vorstandes des Sportbundes Rüsselsheim oder Mitglieder seiner Gremien können den "Sportbundpreis" nicht erhalten.

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Der Sportbundpreis wird erstmalig für das Jahr 2000 verliehen.

Beschluss des Vorstandes des Sportbundes Rüsselsheim vom 7. Juni 2000.




Preisträger für das Jahr 2000: Karl Mohr, TV Haßloch.

Karl Mohr erhält den ersten Sportbundpreis für seine langjährige, auch im hohen Alter andauernde Mitarbeit für die Fußballabteilung des TV Haßloch. Mit seinem vielfältigen Wirken im Hintergrund ist er ein herausragendes Beispiel für jene ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder, ohne die unsere Vereine ihre selbstgestellten Ziele auf sportlichem und sozialem Gebiet nicht erreichen könnten.

Karl Mohr ist am 26. März 2016 gestorben. 

Preisträger für das Jahr 2001: Robert Lukes, Klaus Nonnengießer und Manfred Werner, SV Disbu.


Sie erhalten den Sportbundpreis stellvertretend für eine Gruppe junger Erwachsener des SV Disbu für ihr langjähriges Engagement in der Disbude, seit 1985 das Vereinsheim des SV Disbu. Es wurde in dieser Zeit zu einem wirkungsvollen sozialen, generationen- und nationenübergreifenden Treffpunkt. Der Sportbundpreis ehrt jene, die über so viele Jahre hinweg mit ihrem körperlichen und geistigen Einsatz, mit handwerklichen und kommunikativen Mitteln für das meist reibungsarme Funktionieren einer so vielfältigen Einrichtung gesorgt haben.


Preisträger für das Jahr 2002: Heinrich Thur, DJK SG Eintracht Rüsselsheim.


Heinrich Thur wurde für sein unermüdliches Engagement in vielen Bereichen des Vereinslebens gewürdigt. Seit 1975 weiß man bei der Eintracht sein Organisationstalent zu schätzen: bei der Fußballzeltwoche, bei Freizeitturnieren, bei den Weihnachtsfeiern, als unermüdlicher Betreuer, Organisator und Ideengeber im Jugendbereich. Darüber hinaus war und ist er seit langem bei den Fußballern in weitem Umkreis als Referee geschätzt und geachtet.


Preisträger für das Jahr 2003: Herbert Schuster, DJK SG Eintracht Rüsselsheim.


Herbert Schuster, Jahrgang 1935, wurde für seine unermüdliche Mitarbeit in führenden Positionen seines Vereins seit der Wiedergründung im Jahr 1956 geehrt: in der Fußballabteilung, als Geschäftsführer und Pressewart des Gesamtvereins. Er ist außer bei der SG Eintracht auch in der Kirche St. Georg und bei der Schwarzen Elf engagiert.


Preisträger für das Jahr 2004: Horst Maybach,TuS Rüsselsheim.


Horst Maybach (62) wurde für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement als Trainer und Jugendleiter ausgezeichnet. "Mit diesem Preis wird - ohne dass dadurch die sportlichen Erfolge klein geredet werden sollen - in erster Linie die Arbeit hinter den Kulissen und hinter den Schlagzeilen gewürdigt", sagte Sportbund-Vorsitzender Jörg-Dieter Häußer bei der Preisverleihung.
Maybach ist seit 1952 Mitglied bei den TuS-Handballern, war zunächst Torwart im Feldhandball und später auch Kreisläufer im Hallenhandball. Von 1967 bis März 2004 trainierte er Jugendteams in fast allen Altersstufen und sammelte zahlreiche Kreis- und Bezirksmeistertitel. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn leitete er als Schiedsrichter Spiele bis zur Oberliga.

Preisträger für das Jahr 2005: Elfriede Walther, TV Haßloch.


Elfriede Walther wurde 1935 in Schlüchtern geboren wurde und hatte als Zehnjährige im örtlichen Turnverein mit dem Sport begonnen. 1956 zog sie nach Rüsselsheim um und trat in die TG Rüsselsheim ein. Damals hatte sie als Vorturnerin im Geräteturnen und bei der Gymnastik schon die ersten ehrenamtlichen Aufgaben hinter sich.
1978 folgte der Wechsel zum TV Haßloch, wo sie sich bis heute als Frauenturnwartin engagiert.
Sie war aktive Teilnehmerin an Gau-, Landes- und Bundesturnfesten sowie Welt-Gymnaestraden. Die Frauen ihrer aktuellen Gymanstikgruppe schwärmen von Elfriedes Organisationstalent, wenn es darum geht, solche hochrangigen Veranstaltungen mit der ganzen Truppe zu besuchen.

Preisträger für das Jahr 2006: Christel und Ferdinand Burow, TG Rüsselsheim.


Das Ehepaar Burow ist seit 1972 im Vorstand der TG-Leichtathletikabteilung aktiv. Christel Burow als Betreuerin und Trainerin von Kindern, als Organisatorin von Veranstaltungen aller Art, als Kampfrichterin und als Helferin bei den TG-Ferienspielen.
Ferdinand Burow war 18 Jahre lang Vorsitzender der TG-Leichtathletikabteilung, Gründungsmitglied der Leichtathletik-Gemeinschaft, dort drei Jahre Vorsitzender und ist seit 20 Jahren Geschäftsführer. Er war im Vorstand des Leichtathletik-Kreisverbandes und schrieb für die TG-Leichtathletikabteilung 22 Jahre lang die Berichte im TG-Kurier.

Große Verdienste erwarben sich Christel und Ferdi Burow um die Organisation des Sportabzeichen-Trainings und der anschließenden Prüfungen in Rüsselsheim. Die Zahl der Teilnehmer stieg von 70 im ersten Jahr ihres Engagements auf 325 im Jahr 2006. Seit Mitte der neunziger Jahre war die TG der Verein mit den meisten Sportabzeichenabnahmen in Hessen.

Preisträger für das Jahr 2007:  Manfred Liedtke, Judo-Club und Deutscher Alpenverein, Sektion Rüsselsheim.

Manfred Liedtke, erst erfolgreicher Kämpfer, war anschließend 14 Jahre lang Präsident des Judo-Clubs, trat dann aus der ersten Reihe zurück und arbeitete hier ehrenamtlich als Trainer und Prüfer für den Judo-Sport, und hat sich gleichzeitig als ausgebildeter DAV-Wanderleiter um die Organisation und die Führung von Bergwanderungen gekümmert. Seit rund zehn Jahren ist er außerdem einer der beiden verantwortlichen Stützpunktleiter für dieAbnahme des Sportabzeichens im Rüsselsheimer Stadion.

Preisträger für das Jahr 2008:  Alfred Laun, SKG Bauschheim.


Alfred Laun, viele Jahre lang an führender Stelle in der SKG Bauschheim aktiv, hat sich auch nach seinem Rückzug vom Amt des ersten Vorsitzenden mit aller Kraft und unbestrittener Kompetenz ehrenamtlich um den Sport verdient gemacht: als Manager der Großsporthalle in Bauschheim, als aktiver Wanderführer und als Übungsleiter im Bereich des Gesundheitssports.

Preisträger für das Jahr 2009:  Thomas Blivier, Rüsselsheimer Ruder-Klub


Thomas "Tommy" Blivier ist seit 1965 ehrenamtlich für den RRK tätig: zuerst als Trainer für Jugendmannschaften und das Frauenteam und seit 1987 als Betreuer der 1. Damenmannschaft. Er gilt als allseits beliebter Ausgleichsfaktor in der RRK-Hockeyabteilung und hat durch seine Persönlichkeit wesentlich zu den Erfolgen der RRK-Damen beigetragen, ohne sich jemals in den öffentlichen Vordergrund zu drängen.

Thomas Blivier ist am 6. April 2012 gestorben.

Preisträger für das Jahr 2010: Willi Brach, TV Königstädten

Der 75 Jahre alte Willi Brach, TV Königstädten, erhält den Sportbund-Preis wegen seines vorbildlichen ehrenamtlichen Einsatzes in breit gefächerten sportlichen und gesellschaftlichen Anlässen über Jahrzehnte hinweg. Nach seiner aktiven Fußballzeit beim SC Opel hat er sich von1974 bis heute als Begründer und Leiterverschiedener Breitensprtarten verdient gemacht: bei den Jedermännern, den Hobby-Tischtennisspielern und den Schwimmern der Freizeitsportabteilung. Außerdem kümmert er sich als Vorsitzender des Ältestenrates und Mitglied der TV-Senioren um die älteren Vereinsmitglieder.

Preisträger für das Jahr 2011: Michael Schilling, Judo-Club Rüsselsheim

Seit 1989 ist Michael Schilling in zahlreichen Funktionen und Bereichen für den JCR tätig. Das begann mit dem Amt eines Kassenprüfers und weitete sich aus zu einer umfassenden und vielfältigen  Organisationsarbeit. Seit 1997 ist er – so sein offizieller Titel – Vizepräsident „Innere Organisation“ des JCR. Er betreut in der JCR-Geschäftsstelle alle Kontakte, die die Vereinsarbeit innerhalb Rüsselsheims betreffen, kümmert sich darum, dass die verschiedenen Trainings- und Wettkampfgruppen zuverlässig ihre Hallenzeiten bekommen, bereitet die Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen vor, organisiert zahlreiche Veranstaltungen, plant den Trainingsbetrieb der Breitensportler und kümmert sich auch um gesellige Veranstaltungen. Michael Schilling ist die wichtigste Stütze des Vereins für die Vereinsorganisation und  außerdem ein Ruhepol innerhalb der Vereinsarbeit. Er hat darüber hinaus die Gabe, andere Mitglieder für die aktive Vereinsarbeit zu motivieren. Das alles ist im Einzelnen und in der Summe vorbildlich und damit nachahmenswert.


Preisträger für das Jahr 2012: Peter Trzaska, Deutscher Akpenverein, Sektion Rüsselsheim

Peter Trzaska ist seit 38 Jahren in vielerlei Funktionen für die Sektion Rüsselsheim des Deutschen Alpenvereins aktiv. Für die Auszeichnung mit dem Sportbundpreis zählt sein Engagement im Verein mit der generellen Zielsetzung, immer wieder neue Interessenten an den Bergsport heranzuführen. Insbesondere gilt sein Hauptaugenmerk der Jugend und ihrer Förderung. Es geht ihm, wie er selbst betont, um "Prägungen von positiven Verhaltensmustern". 

  

Preisträger für das Jahr 2013: Margret und Gerhard Kahl, SV Disbu und TV Königstädten

Margret und Gerhard Kahl sind miteinander und gemeinsam seit 1979 als Übungsleiter und Vorstandsmitarbeiter in der Gymnastikabteilung des SV Disbu und bei den Tennisspielern des TV Königstädten engagiert. Besonders bemerkenswert ist bei beiden die Kontinuität mit ihren Sportlerinnen und Sportlern, die seit über 25 Jahren sich von ihnen auf Trab bringen lassen.

 

Preisträgerin für das Jahr 2014: Birgit Jacobi, Rüsselsheimer Ruder-Klub

Birgit Jacobi betreut und trainiert seit 1992 ehrenamtlich zahlreiche Mädchen-Mannschaften der Hockeyabteilung des RRK, ist Vorstandsmitglied des Fördervereins Hockey, arbeitet in verschiedenen Funktionen in der Hockey-Abteilung und im Gesamtverein mit und sei immer zur Stelle, wenn Hilfe benötigt wird.

Preisträger für das Jahr 2015: Holger Flohr, Skiclub Rüsselsheim

Holger Flohr war einer der Gründer des Skiclubs 1971 und ist seither ununterbrochen in verschiedenen Positionen des Vereins aktiv: 14 Jahre als Vorsitzender, dann als Sportwart, Initiator der Nordic Walking-Gruppe und derzeit Kassierer. 

Preisträger für das Jahr 2016: Erich Schmelz, TV Königstädten 1888

Erich Schmelz ist seit rund vier Jahrzehnten in vielfältiger Weise ehrenamtlich für den TV Königstädten tätig - früher als Organisator und Teil des Wirtschaftsdienstes, als das Turnerheim an der Stockstraße noch keinen professionellen Pächter hatte, als Vergnügungswart und 1988 als Mitgründer der Tennisabteilung, für die er bis heute die Kasse führt und bei Arbeitseinsätzen und zu anderen Anlässen immer Hand anlegt.