Landesehrenbrief für Harald Schenk
Badminton, Finanzen und Hessentag

Nur einmal sei die sprichwörtliche Verlässlichkeit ausgeblieben, überrascht OB Patrick Burghardt in seiner Laudatio vor der Verleihung des Ehrenbriefes  des Landes Hessen an Harald Schenk: Als der vor einem Jahr ankündigte, nicht mehr bei der Organisation der städtischen Sportlerehrung mitwirken zu wollen. Zum Wohl der Sportler und der Stadt ist Harald Schenk diesem Vorhaben untreu geworden. Auch die nächste Sportlerehrung sieht ihn wieder als tatkräftigen Mitorganisator.

(Foto: Sportbund)

Haralds Rüsselsheimer Sportvita begann am  7. Dezember 1979. Da brachte der SV Disbu, der Sportverein im Dicken Busch, den Rüsselsheimern vereinsmäßig die Sportart Badminton bei. Einer der Gründer war Harald Schenk, der die Abteilung bis 1995 als Abteilungsleiter mit großem Engagement, zielstrebig und zuverlässig führte. Bis heute ist Harald Schenk aktives Mitglied und nicht nur Übungsleiter in der Badminton-Abteilung des SV Disbu sondern seit 2014 auch wieder als Kassierer für die Finanzen des Gesamtvereins verantwortlich.

Seit 1999 ist Harald Schenk im Vorstand des damals so genannten Stadtverbandes für Leibesübungen (SfL), dem heutigen Sportbund Rüsselsheim e. V. – erst als Vorsitzender des Technischen Ausschusses, dann von 2001 bis 2004 zuständig für die Vereinskontakte und seit 2004 bis heute Schatzmeister. Das war beim Dachverband der  Rüsselsheimer Sportvereine mehr als nur Geld zählen. Harald Schenk wurde für die Finanzen in einer Zeit zuständig, als der Sportbund mit ernsthaften Geldproblemen fertig werden musste: Mit dem Sportlerball wurde die viele Jahre zuverlässige Haupteinnahmequelle stetig aber unaufhaltsam zur Veranstaltung mit erst rosa dann roten Zahlen – bis der Sportbund-Vorstand die Reißleine ziehen musste und die beliebte Veranstaltung (bis heute) aussetzte.

Sparmaßnahmen der Stadt führten dann dazu, dass der Sportbund mit Werksverträgen Aufgaben der Verwaltung übernahm: die städtische Sportlerehrung und die Organisation der Sportbegegnungen mit Rüsselsheims europäischen Partnerstädten. Harald Schenk ist seit dieser Zeit gemeinsam mit Vorstandskollegen Hauptverantwortlicher für die Gestaltung der städtischen Sportlerehrung, jedes Jahr ein nicht nur protokollarischer Höhepunkt für die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler Rüsselsheims. Die von der städtischen Verwaltung entrichtete Aufwandsentschädigung für diese Aufgabe fließt als Spende zurück in die Kasse des Sportbundes. Harald Schenk legt Wert darauf, seine Arbeit für den Sport in Rüsselsheim ausnahmslos ehrenamtlich zu verrichten.

Das gilt auch für die aufwändige Vorbereitung der sportlichen Ereignisse auf dem Hessentag 2017, der in Rüsselsheim stattfand. Hier leitete Harald Schenk seit 2015 jenen Arbeitskreis, der sich um das Zustandekommen und die Koordination von über 100 dezentralen Sportveranstaltungen während der zehn Tage im Juni gekümmert hat – eine im Wortsinne sportliche Rekordzahl für Hessentagsprogramme.

Insgesamt kommt Harald Schenk alleine in Rüsselsheim auf 38 Jahre ununterbrochener ehrenamtlicher Tätigkeit. Zuvor schon gehörte er in seiner Heimatkommune Unterreichenbach (Ortsteil von Birstein, Main-Kinzig-Kreis)  im Jahr 1966 zu den Gründungsmitgliedern des Tischtennisvereins KSG Unterreichenbach.

Beruflich war Harald Schenk als Ingenieur bei Opel tätig: zuletzt als Manager Materials Coordination im Bereich Sales/Verkauf). Seit 6. November 2011 ist er in Rente.

Was ihn persönlich auszeichnet und von OB Patrick Burghardt und dem Sportbund-Vorsitzenden Peter Kreuzer zu Recht ausführlich gewürdigt wurde? Zuverlässigkeit, Ausdauer, angestrebte Perfektion, eigene Ideen (z.B. bei der Ausgestaltung der städtischen Sportlerehrung). Bei allen Tätigkeiten zeigt sich sein absolutes Engagement für die jeweilige Sache, seine Bereitschaft, auch unangenehme, kritische Themen anzusprechen und anzupacken. Ausgesprochen wertvoll für die gemeinsame Arbeit im Team des Sportbund-Vorstands ist Harald Schenks Fähigkeit und Mut, erkannte Probleme beim Namen zu nennen und konstruktive Lösungsvorschläge mit zu erarbeiten.

Wie umfangreich seine Arbeitszeit im Ehrenamt ist, hängt zum einen von einzelnen Projekten ab, die unterschiedlich viel Einsatz erfordern. Dazu gehört, wie erwähnt, während der letzten zwei Jahre die Vorbereitungen für den Hessentag 2017 als Vollzeitjob. Ähnliches – wenn auch auf einige Monate im Jahr fokussiert – gilt für die Vorbereitungen für die städtische Sportlerehrungen während der letzten Jahre. Der regelmäßige Zeitaufwand als Schatzmeister und für die Mitgliederverwaltung für den Sportbund Rüsselsheim und für den SV Disbu lässt sich für Außenstehende kaum auf Stunden genau konkretisieren und hat im Laufe der Zeit dank eigener Routine und gesteigerter Anforderungen durch immer wieder neue fiskalische Bestimmungen immer wieder wechselnde Quantitäten angenommen. Mehrere Stunden pro Woche sind es aber auf jeden Fall – die neben oder zusätzlich zu den geschilderten besonderen Ereignissen aufgebracht werden müssen.

 

Beide Rüsselsheimer Tageszeitungen berichteten über die Veranstaltung. Der Artikel in der Main-Spitze ist online.

Die städtische Pressemitteilung kann hier eingesehen werden.